Ein Schluck kaltes Wasser, ein Löffel Eis oder sogar kalte Luft kann bei manchen Menschen einen plötzlich einschießenden Schmerz auslösen.
Dieses Phänomen wird häufig als Dentinhypersensibilität oder Zahnüberempfindlichkeit bezeichnet.
Typisch ist ein kurzer, scharfer Schmerz, der durch folgende Reize entstehen kann:
kalte oder heiße Getränke
süße Lebensmittel
saure Speisen
Berührung
Zahnbürste
Luftstrom während der Untersuchung
Die Beschwerden entstehen häufig, wenn das unter dem Zahnschmelz liegende Dentin freiliegt. Dentin enthält mikroskopisch kleine Kanäle, die sogenannten Dentintubuli. Sind diese Kanäle offen, können äußere Reize leichter in Richtung Zahnnerv übertragen werden.
Zahnempfindlichkeit sollte dennoch nicht automatisch als harmloses Problem betrachtet werden.
Ähnliche Beschwerden können auch verursacht werden durch:
Karies
undichte Füllungen
Zahnfrakturen
Entzündung des Zahnnervs
Zahnfleischerkrankungen
kürzlich erfolgte Zahnbehandlungen
Fehlbelastungen
Die richtige Behandlung beginnt daher nicht mit einem beliebigen Sensitiv-Zahnpasta-Kauf, sondern mit der Frage, warum der Zahn empfindlich geworden ist.
Was ist Dentinhypersensibilität?
Dentin liegt normalerweise geschützt unter:
Zahnschmelz im Bereich der Zahnkrone
Zahnfleisch und Wurzelzement im Bereich der Zahnwurzel
Wenn Zahnschmelz verloren geht oder sich das Zahnfleisch zurückzieht, kann Dentin freigelegt werden.
Die Dentintubuli im Dentin enthalten Flüssigkeit und stehen in Verbindung mit dem inneren Nervengewebe des Zahnes.
Äußere Reize können eine schnelle Flüssigkeitsbewegung in diesen Kanälen auslösen. Diese Bewegung kann Nervenfasern stimulieren und den typischen kurzen Schmerz verursachen.
Dieses Erklärungsmodell wird als hydrodynamische Theorie bezeichnet. Die Bewegung der Flüssigkeit in offenen Dentintubuli gilt als ein wichtiges Modell zur Erklärung der Dentinhypersensibilität.
Wie häufig sind empfindliche Zähne?
Die Häufigkeit variiert je nach untersuchter Altersgruppe, Diagnosemethode und Definition.
Eine große systematische Übersichtsarbeit zeigte, dass Dentinhypersensibilität in der Bevölkerung häufig vorkommt, die berichteten Werte jedoch zwischen den Studien stark schwanken.
Die American Dental Association nennt einen Anteil von ungefähr 11,5 Prozent bei untersuchten Patienten.
Empfindliche Zähne können:
nur einen Zahn betreffen
mehrere Zähne betreffen
vorübergehend auftreten
über längere Zeit bestehen
nach einer Behandlung entstehen
mit zunehmendem Alter oder Zahnfleischrückgang deutlicher werden
Wie unterscheidet sich normale Empfindlichkeit von einem ernsteren Zahnschmerz?
Die Dauer und Art des Schmerzes liefern wichtige Hinweise.
Typische Dentinhypersensibilität
Typisch ist:
kurzer, stechender Schmerz
klarer Auslöser wie Kälte oder Berührung
schnelles Abklingen nach Entfernung des Reizes
häufig freiliegender Zahnhals oder Wurzelbereich
Mögliche Entzündung des Zahnnervs
Eine tiefere Reizung oder Entzündung der Pulpa kann wahrscheinlicher sein, wenn:
Schmerz nach dem Reiz weiter anhält
der Zahn spontan schmerzt
nächtlicher Schmerz auftritt
Wärme besonders unangenehm ist
der Schmerz pochend wird
Schmerzmittel häufiger benötigt werden
Erreicht Karies das Zahninnere, kann eine Wurzelkanalbehandlung erforderlich werden.
Möglicher Zahnbruch
Ein Riss oder eine Fraktur kann vorliegen, wenn:
Schmerz beim Zubeißen entsteht
Schmerz beim Loslassen des Bisses auftritt
harte Nahrung Beschwerden auslöst
der Schmerz schwer zu lokalisieren ist
Mögliche undichte Füllung oder Krone
Empfindlichkeit kann auch auftreten, wenn:
eine Füllung undicht ist
sich unter einer Krone Karies entwickelt
ein Zahnersatz zu hoch ist
sich ein Randspalt gebildet hat
Wann sollte man zeitnah zum Zahnarzt?
Eine Untersuchung ist besonders wichtig bei:
anhaltendem Schmerz
spontanen Schmerzen
nächtlichen Beschwerden
Schwellung
Schmerzen beim Kauen
sichtbarem Loch oder Riss
gelockerter Füllung oder Krone
Zahnfleischblutung
Eiter oder schlechtem Geschmack
Fieber
Beschwerden an nur einem bestimmten Zahn
zunehmender Schmerzintensität
Zahnschmerzen können zahlreiche Ursachen haben und sollten behandelt werden, bevor sich das zugrunde liegende Problem verschlimmert.
Was verursacht empfindliche Zähne?
1. Zahnfleischrückgang und freiliegende Wurzeln
Wenn sich das Zahnfleisch zurückzieht, liegt ein Teil der Zahnwurzel frei.
Die Wurzel besitzt keinen dicken Zahnschmelzmantel. Sie wird von einer dünneren Zementschicht geschützt, die leichter verloren gehen kann.
Mögliche Ursachen des Zahnfleischrückgangs sind:
Parodontitis
falsche Putztechnik
dünner Zahnfleischtyp
Fehlstellung von Zähnen
kieferorthopädische Faktoren
traumatische Belastung
natürliche Alterungsprozesse
Zurückgegangenes Zahnfleisch wächst durch sanfteres Putzen normalerweise nicht von selbst wieder nach.
2. Säurebedingter Zahnschmelzverlust
Dentale Erosion ist der chemische Verlust von Zahnsubstanz durch Säuren, ohne dass Bakterien die direkte Ursache sind.
Mögliche Säurequellen sind:
Softdrinks
Energydrinks
Zitrusfrüchte
Fruchtsäfte
Wein
Essigprodukte
häufiges saureres Naschen
Magensäure bei Reflux
häufiges Erbrechen
Fortschreitende Erosion kann Dentin freilegen und Empfindlichkeit verursachen. Auch Magensäure kann bei gastroösophagealem Reflux die Zähne schädigen.
3. Aggressives oder falsches Zähneputzen
Eine harte Zahnbürste oder hoher Druck kann insbesondere am Zahnfleischrand problematisch sein.
Wichtiger als kräftiges Schrubben sind:
weiche Borsten
kontrollierter Druck
geeignete Putztechnik
fluoridhaltige Zahnpasta
systematische Reinigung
Normales Putzen mit weicher Bürste und wenig abrasiver Fluoridzahnpasta gilt nicht als wahrscheinliche Ursache einer erosiven Schmelzschädigung.
4. Stark abrasive Zahnpasten
Manche Whitening-Zahnpasten entfernen oberflächliche Verfärbungen durch abrasive Bestandteile.
Bei freiliegenden Wurzeln, Erosion oder bereits empfindlichen Zähnen kann eine stark abrasive Zahnpasta ungeeignet sein.
Patienten sollten nicht davon ausgehen, dass stärkeres Polieren automatisch zu gesünderen oder weißeren Zähnen führt.
5. Zähneknirschen und Pressen
Bruxismus kann zu Folgendem führen:
abgenutzten Kauflächen
Rissen
beschädigten Füllungen
überlasteten Zähnen
Empfindlichkeit
Kiefermuskelbeschwerden
Der NHS nennt abgenutzte oder beschädigte Zähne und erhöhte Empfindlichkeit als mögliche Folgen des Zähneknirschens. Eine individuell angepasste Schiene kann in geeigneten Fällen empfohlen werden.
6. Karies
Karies kann Empfindlichkeit auf:
Kälte
Wärme
Süßes
Berührung
verursachen.
Eine Sensitiv-Zahnpasta behandelt den kariösen Defekt nicht.
7. Risse und defekte Restaurationen
Feine Risse, abgebrochene Zahnteile oder alte Füllungen können Reize zum Zahnnerv weiterleiten.
Besonders verdächtig sind Beschwerden beim Kauen.
8. Zahnfleischerkrankungen
Parodontitis kann zum Abbau des Zahnhalteapparates und zum Rückgang des Zahnfleisches führen.
Zurückweichendes Zahnfleisch und freiliegende Wurzeln gehören zu möglichen Zeichen einer Zahnfleischerkrankung.
9. Bleaching
Peroxidbasierte Zahnaufhellung kann vorübergehend zu Empfindlichkeit führen.
Der NHS nennt Kälte- und Süßempfindlichkeit als mögliche Nebenwirkung professioneller Zahnaufhellung.
Das bedeutet nicht automatisch, dass der Zahn dauerhaft geschädigt wurde.
Die Konzentration, Kontaktzeit und individuelle Ausgangssituation müssen jedoch berücksichtigt werden.
Empfindlichkeit nach einer Zahnbehandlung
Nach einer professionellen Zahnreinigung
Nach der Entfernung harter Beläge können bisher bedeckte Wurzeloberflächen vorübergehend empfindlicher reagieren.
Die Beschwerden können sich bessern, wenn:
das Zahnfleisch abheilt
die häusliche Pflege angepasst wird
eine Sensitiv-Zahnpasta verwendet wird
professionelle Desensibilisierung erfolgt
Starke oder anhaltende Beschwerden sollten kontrolliert werden.
Nach einer Füllung
Vorübergehende Empfindlichkeit kann nach einer tiefen Füllung auftreten.
Eine Kontrolle ist erforderlich, wenn:
der Schmerz zunimmt
er lange anhält
der Zahn beim Kauen schmerzt
der Biss zu hoch erscheint
spontane Schmerzen entstehen
Nach einer Krone
Ein präparierter Zahn kann kurzfristig auf Temperatur reagieren.
Schmerzen beim Zubeißen können auch durch einen zu hohen Kontakt verursacht werden.
Bereits sehr kleine Störungen im Biss können eine Überbelastung verursachen.
Nach einer Zahnaufhellung
Empfindlichkeit während oder nach dem Bleaching ist häufig vorübergehend.
Mögliche Maßnahmen sind:
Anpassung der Anwendungshäufigkeit
kürzere Tragezeit
desensibilisierende Zahnpasta
professionelles Fluoridprodukt
vorübergehende Behandlungspause
Die Anpassung sollte mit dem Zahnarzt abgestimmt werden.
Während einer kieferorthopädischen Behandlung
Bewegung von Zähnen kann zu Druckgefühl oder vorübergehender Empfindlichkeit führen.
Ein klarer Schmerz auf Kälte oder Süßes sollte dennoch nicht automatisch auf die Zahnbewegung zurückgeführt werden.
Schwangerschaft und Zahnempfindlichkeit
Hormonelle Veränderungen können das Zahnfleisch während der Schwangerschaft anfälliger für Entzündungen machen.
Übelkeit und Erbrechen können zudem zu häufigem Kontakt mit Magensäure führen.
Empfindlichkeit ist jedoch kein zuverlässiges Schwangerschaftszeichen und sollte nicht ohne Untersuchung allein hormonellen Veränderungen zugeschrieben werden.
Wie diagnostiziert der Zahnarzt empfindliche Zähne?
Die Diagnose der Dentinhypersensibilität erfolgt nach Ausschluss anderer Ursachen.
Die Untersuchung kann umfassen:
genaue Beschreibung der Auslöser
Dauer des Schmerzes
klinische Untersuchung
Luft- oder Kältereiz
Kontrolle auf Karies
Prüfung alter Füllungen
Bisskontrolle
Klopftest
Vitalitätstest
Röntgen
Beurteilung des Zahnfleisches
Suche nach Rissen
Untersuchung von Erosion und Abrasion
Klinische Empfehlungen zur Untersuchung von Dentinhypersensibilität betonen, dass konkurrierende Erkrankungen und Defekte ausgeschlossen werden müssen.
Welche Zahnpasta hilft bei empfindlichen Zähnen?
Sensitiv-Zahnpasten können Wirkstoffe enthalten, die:
Nervenreize reduzieren
Dentintubuli verschließen
Dentinoberflächen remineralisieren
Fluorid bereitstellen
Mögliche Inhaltsstoffe sind:
Kaliumnitrat
Zinnfluorid
Arginin
Calcium-Natrium-Phosphosilikat
andere tubulusverschließende Wirkstoffe
Systematische Übersichtsarbeiten zeigen, dass verschiedene desensibilisierende Zahnpasten die Beschwerden reduzieren können. Die Wirkung und Qualität der Evidenz unterscheiden sich jedoch zwischen den Formulierungen.
Eine Sensitiv-Zahnpasta sollte meist über mehrere Wochen regelmäßig verwendet werden.
Häufiges Wechseln zwischen Produkten kann die Beurteilung der Wirkung erschweren.
Wie verwendet man Sensitiv-Zahnpasta richtig?
zweimal täglich putzen
kleine Menge verwenden
nicht kräftig schrubben
nach dem Putzen nur ausspucken
nicht unmittelbar stark mit Wasser nachspülen
bei Bedarf eine kleine Menge lokal auf die empfindliche Stelle auftragen, sofern das Produkt dafür vorgesehen ist
mehrere Wochen konsequent anwenden
Eine Zahnpasta sollte niemals dazu dienen, zunehmende Schmerzen über Monate zu überdecken.
Professionelle Behandlungsmöglichkeiten
Die Behandlung richtet sich nach der Ursache.
Fluoridlacke und remineralisierende Produkte
Professionell aufgetragene Fluoridprodukte können:
die Zahnoberfläche stärken
die Remineralisation unterstützen
offene Tubuli teilweise verschließen
Beschwerden reduzieren
Professionelle Desensibilisierungsmittel
In der Praxis können Präparate verwendet werden, die Dentintubuli chemisch oder mechanisch verschließen.
Dazu gehören je nach Indikation:
Glutaraldehyd-haltige Mittel
spezielle Bondingsysteme
Oxalate
Fluoridprodukte
calcium- oder phosphathaltige Wirkstoffe
Eine aktuelle ADA-Zusammenfassung berichtet über langfristige Schmerzreduktion unter anderem durch Glutaraldehyd und bestimmte Laseranwendungen, weist aber zugleich auf unterschiedliche Ergebnisse zwischen den Verfahren hin.
Komposit-Bonding
Bei keilförmigen Defekten oder größerem Substanzverlust kann ein zahnfarbenes Komposit die freiliegende Fläche abdecken.
Bonding kann:
Reize blockieren
die Zahnform wiederherstellen
den Defekt vor weiterer Belastung schützen
Es behandelt jedoch nicht automatisch die Ursache der Überlastung oder des Zahnfleischrückgangs.
Behandlung von Karies oder defekten Füllungen
Liegt Karies oder eine undichte Füllung vor, muss der Defekt restaurativ behandelt werden.
Desensibilisierung allein reicht nicht aus.
Bisskorrektur
Ist eine neue Füllung oder Krone zu hoch, kann eine gezielte Korrektur des Kontakts erforderlich sein.
Behandlung von Bruxismus
Die Therapie kann umfassen:
individuelle Schiene
Kontrolle der Belastung
Behandlung beschädigter Zähne
Verhaltensstrategien
Bewertung von Schlaf- oder Stressfaktoren
Zahnfleischdeckung oder Bindegewebstransplantation
Bei ausgeprägter Rezession kann eine chirurgische Wurzeldeckung geprüft werden.
Eine systematische Auswertung, die von der European Federation of Periodontology zusammengefasst wurde, zeigte, dass ein erheblicher Anteil der behandelten Patienten nach Wurzeldeckung keine Dentinhypersensibilität mehr berichtete.
Nicht jede Rezession ist für eine vollständige Deckung geeignet.
Laserbehandlung
Bestimmte Laser können zur Desensibilisierung eingesetzt werden.
Die Wirkung hängt von:
Lasertyp
Energieeinstellung
Diagnose
Zahl der Anwendungen
Kombination mit anderen Wirkstoffen
ab.
Laserbehandlung ist keine universelle oder garantiert dauerhafte Lösung.
Wurzelkanalbehandlung
Eine Wurzelkanalbehandlung ist keine Standardtherapie für einfache Dentinhypersensibilität.
Sie kann notwendig werden, wenn eine irreversible Entzündung oder Schädigung des Zahnnervs diagnostiziert wird.
Kronen und Veneers
Kronen oder Veneers sollten nicht allein wegen einer kleinen empfindlichen Stelle eingesetzt werden.
Sie können in ausgewählten Fällen sinnvoll sein, wenn gleichzeitig ein erheblicher struktureller Defekt, eine starke Erosion oder Fraktur vorliegt.
Da diese Behandlungen einen irreversiblen Eingriff darstellen können, sollten konservativere Möglichkeiten zuerst geprüft werden.
Helfen Hausmittel?
Im Internet werden häufig empfohlen:
Salzwasser
Honig
Kurkuma
Vanille
Wasserstoffperoxid
Capsaicin
Kräuterprodukte
Für viele dieser Hausmittel fehlt eine verlässliche klinische Evidenz zur Behandlung der eigentlichen Dentinhypersensibilität.
Einige Substanzen können außerdem:
Zahnfleisch reizen
Schleimhäute schädigen
Säure enthalten
eine notwendige Diagnose verzögern
Wechselwirkungen verursachen
Sinnvollere erste Maßnahmen sind:
Sensitiv-Zahnpasta
weiche Zahnbürste
sanfte Putztechnik
Reduktion häufiger Säurekontakte
zahnärztliche Untersuchung
Wie kann man empfindliche Zähne verhindern?
Weiche Zahnbürste verwenden
Eine weiche Bürste kann Plaque entfernen, ohne unnötigen mechanischen Druck auszuüben.
Druck reduzieren
Elektrische Zahnbürsten mit Druckkontrolle können für manche Patienten hilfreich sein.
Fluoridzahnpasta verwenden
Fluorid unterstützt die Widerstandsfähigkeit der Zahnoberfläche.
Säurekontakte reduzieren
Nicht nur die Gesamtmenge, sondern auch die Häufigkeit saurer Getränke ist wichtig.
Säurehaltige Getränke sollten möglichst:
nicht über Stunden verteilt getrunken
nicht lange im Mund gehalten
nicht als tägliche Dauergewohnheit konsumiert
werden.
Nach Säurekontakt nicht sofort putzen
Nach stark sauren Speisen, Getränken oder Erbrechen kann zunächst mit Wasser gespült werden.
Mit dem Putzen sollte gewartet werden, damit die vorübergehend weichere Oberfläche nicht zusätzlich belastet wird.
Reflux und häufiges Erbrechen abklären
Wiederkehrender Kontakt mit Magensäure sollte medizinisch untersucht werden.
Bruxismus behandeln
Knirschschäden sollten früh erkannt werden, bevor umfangreicher Substanzverlust entsteht.
Zahnfleischgesundheit erhalten
Tägliche Plaquekontrolle und regelmäßige professionelle Betreuung sind für die langfristige Stabilität des Zahnfleisches entscheidend.
Empfindliche Zähne bei DentisLife
Bei DentisLife in Ankara wird Zahnempfindlichkeit nicht ausschließlich anhand des Symptoms behandelt.
Zunächst wird untersucht, ob die Beschwerden tatsächlich durch freiliegendes Dentin entstehen oder ob eine andere Ursache vorliegt.
Die Diagnostik kann je nach Fall umfassen:
klinische Untersuchung
Kälte- oder Lufttest
Karieskontrolle
Bissprüfung
Untersuchung alter Füllungen und Kronen
Zahnfleischmessung
Beurteilung freiliegender Wurzeln
Röntgen bei Indikation
Analyse von Abrasion und Erosion
Prüfung auf Bruxismus
Suche nach Rissen oder Frakturen
Anschließend wird die Behandlung an die Ursache angepasst.
Mögliche Maßnahmen sind:
Sensitiv-Zahnpasta und Pflegeanleitung
Fluoridlack
professionelle Desensibilisierung
Kompositabdeckung
Korrektur einer Füllung oder Krone
Parodontalbehandlung
chirurgische Wurzeldeckung
Bruxismusschiene
restaurative Behandlung bei größerem Defekt
DentisLife verfügt über das Zertifikat für internationalen Gesundheitstourismus und ist offiziell zur Behandlung internationaler Patienten in der Türkei autorisiert.
Auch bei scheinbar einfachen Beschwerden ist dies für internationale Patienten relevant, weil die Behandlung nachvollziehbar dokumentiert und bei Bedarf mit weiterführender restaurativer, parodontaler oder endodontischer Versorgung koordiniert werden kann.
Ziel ist nicht, den Schmerz nur kurzfristig zu blockieren, sondern seine Ursache zu erkennen und weitere Schädigung der Zahnsubstanz oder des Zahnfleisches möglichst zu verhindern.
Häufig gestellte Fragen
Sind empfindliche Zähne immer ein Zeichen für Karies?
Nein.
Freiliegendes Dentin, Zahnfleischrückgang, Erosion, Bruxismus und Bleaching können ebenfalls Empfindlichkeit verursachen.
Karies muss jedoch ausgeschlossen werden.
Können empfindliche Zähne wieder normal werden?
Vorübergehende Empfindlichkeit kann vollständig abklingen.
Bei dauerhaft freiliegendem Dentin kann eine regelmäßige Behandlung und Pflege erforderlich sein.
Wie schnell wirkt Sensitiv-Zahnpasta?
Manche Produkte können relativ schnell Linderung bringen. Häufig ist jedoch eine konsequente Anwendung über mehrere Wochen erforderlich.
Sollte ich bei empfindlichen Zähnen auf kalte Lebensmittel verzichten?
Vorübergehend kann das Beschwerden reduzieren.
Die langfristige Lösung besteht aber darin, die Ursache zu erkennen und zu behandeln.
Können empfindliche Zähne gebleicht werden?
Möglicherweise, aber erst nach Untersuchung.
Die Bleaching-Methode und Häufigkeit müssen gegebenenfalls angepasst werden.
Warum schmerzt mein Zahn nur beim Zubeißen?
Schmerz beim Zubeißen kann auf einen Riss, eine hohe Füllung, Entzündung oder andere Belastungsprobleme hinweisen und sollte untersucht werden.
Kann Schwangerschaft empfindliche Zähne verursachen?
Schwangerschaft kann Zahnfleischentzündungen und Säurebelastung begünstigen. Zahnempfindlichkeit ist jedoch kein zuverlässiges Schwangerschaftssymptom.
Sind empfindliche Zähne erblich?
Genetische Faktoren können Zahnstruktur und Zahnfleischtyp beeinflussen. Ernährung, Mundhygiene, Säuren und Bruxismus spielen jedoch meist ebenfalls eine wichtige Rolle.
Hilft eine Mundspülung?
Bestimmte desensibilisierende Mundspüllösungen können ergänzend helfen. Sie ersetzen jedoch weder Zahnpasta noch Diagnose und Behandlung.
Muss ein empfindlicher Zahn wurzelbehandelt werden?
Bei einfacher Dentinhypersensibilität normalerweise nicht.
Eine Wurzelkanalbehandlung kommt nur infrage, wenn der Zahnnerv irreversibel geschädigt oder entzündet ist.
Zusammenfassung
Empfindliche Zähne entstehen häufig, wenn Dentin durch Zahnschmelzverlust oder Zahnfleischrückgang freigelegt wird.
Typisch ist ein kurzer, stechender Schmerz bei Kälte, Süßem, Säure, Luft oder Berührung.
Nicht jeder ähnliche Schmerz ist jedoch Dentinhypersensibilität.
Karies, Risse, defekte Restaurationen, Fehlbelastungen und Entzündungen des Zahnnervs können vergleichbare Beschwerden verursachen.
Die Behandlung kann je nach Ursache von Sensitiv-Zahnpasta und Fluoridlack bis zu Bonding, Parodontalbehandlung, Wurzeldeckung oder restaurativen Maßnahmen reichen.
Anhaltende, spontane, nächtliche oder kauabhängige Schmerzen sollten nicht nur zu Hause behandelt werden. Eine genaue Diagnose ist der wichtigste Schritt zu einer langfristig sinnvollen Lösung.


