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Empfindliche Zähne: Ursachen, Behandlung, Warnzeichen und wirksame Vorbeugung

Kurze Schmerzen bei Kälte oder Süßem können durch freiliegendes Dentin entstehen. Anhaltende oder zunehmende Beschwerden sollten jedoch zahnärztlich untersucht werden.
Empfindliche Zähne: Ursachen, Behandlung, Warnzeichen und wirksame Vorbeugung

Ein Schluck kaltes Wasser, ein Löffel Eis oder sogar kalte Luft kann bei manchen Menschen einen plötzlich einschießenden Schmerz auslösen.

Dieses Phänomen wird häufig als Dentinhypersensibilität oder Zahnüberempfindlichkeit bezeichnet.

Typisch ist ein kurzer, scharfer Schmerz, der durch folgende Reize entstehen kann:

  • kalte oder heiße Getränke

  • süße Lebensmittel

  • saure Speisen

  • Berührung

  • Zahnbürste

  • Luftstrom während der Untersuchung

Die Beschwerden entstehen häufig, wenn das unter dem Zahnschmelz liegende Dentin freiliegt. Dentin enthält mikroskopisch kleine Kanäle, die sogenannten Dentintubuli. Sind diese Kanäle offen, können äußere Reize leichter in Richtung Zahnnerv übertragen werden.

Zahnempfindlichkeit sollte dennoch nicht automatisch als harmloses Problem betrachtet werden.

Ähnliche Beschwerden können auch verursacht werden durch:

  • Karies

  • undichte Füllungen

  • Zahnfrakturen

  • Entzündung des Zahnnervs

  • Zahnfleischerkrankungen

  • kürzlich erfolgte Zahnbehandlungen

  • Fehlbelastungen

Die richtige Behandlung beginnt daher nicht mit einem beliebigen Sensitiv-Zahnpasta-Kauf, sondern mit der Frage, warum der Zahn empfindlich geworden ist.

Was ist Dentinhypersensibilität?

Dentin liegt normalerweise geschützt unter:

  • Zahnschmelz im Bereich der Zahnkrone

  • Zahnfleisch und Wurzelzement im Bereich der Zahnwurzel

Wenn Zahnschmelz verloren geht oder sich das Zahnfleisch zurückzieht, kann Dentin freigelegt werden.

Die Dentintubuli im Dentin enthalten Flüssigkeit und stehen in Verbindung mit dem inneren Nervengewebe des Zahnes.

Äußere Reize können eine schnelle Flüssigkeitsbewegung in diesen Kanälen auslösen. Diese Bewegung kann Nervenfasern stimulieren und den typischen kurzen Schmerz verursachen.

Dieses Erklärungsmodell wird als hydrodynamische Theorie bezeichnet. Die Bewegung der Flüssigkeit in offenen Dentintubuli gilt als ein wichtiges Modell zur Erklärung der Dentinhypersensibilität.

Wie häufig sind empfindliche Zähne?

Die Häufigkeit variiert je nach untersuchter Altersgruppe, Diagnosemethode und Definition.

Eine große systematische Übersichtsarbeit zeigte, dass Dentinhypersensibilität in der Bevölkerung häufig vorkommt, die berichteten Werte jedoch zwischen den Studien stark schwanken.

Die American Dental Association nennt einen Anteil von ungefähr 11,5 Prozent bei untersuchten Patienten.

Empfindliche Zähne können:

  • nur einen Zahn betreffen

  • mehrere Zähne betreffen

  • vorübergehend auftreten

  • über längere Zeit bestehen

  • nach einer Behandlung entstehen

  • mit zunehmendem Alter oder Zahnfleischrückgang deutlicher werden

Wie unterscheidet sich normale Empfindlichkeit von einem ernsteren Zahnschmerz?

Die Dauer und Art des Schmerzes liefern wichtige Hinweise.

Typische Dentinhypersensibilität

Typisch ist:

  • kurzer, stechender Schmerz

  • klarer Auslöser wie Kälte oder Berührung

  • schnelles Abklingen nach Entfernung des Reizes

  • häufig freiliegender Zahnhals oder Wurzelbereich

Mögliche Entzündung des Zahnnervs

Eine tiefere Reizung oder Entzündung der Pulpa kann wahrscheinlicher sein, wenn:

  • Schmerz nach dem Reiz weiter anhält

  • der Zahn spontan schmerzt

  • nächtlicher Schmerz auftritt

  • Wärme besonders unangenehm ist

  • der Schmerz pochend wird

  • Schmerzmittel häufiger benötigt werden

Erreicht Karies das Zahninnere, kann eine Wurzelkanalbehandlung erforderlich werden.

Möglicher Zahnbruch

Ein Riss oder eine Fraktur kann vorliegen, wenn:

  • Schmerz beim Zubeißen entsteht

  • Schmerz beim Loslassen des Bisses auftritt

  • harte Nahrung Beschwerden auslöst

  • der Schmerz schwer zu lokalisieren ist

Mögliche undichte Füllung oder Krone

Empfindlichkeit kann auch auftreten, wenn:

  • eine Füllung undicht ist

  • sich unter einer Krone Karies entwickelt

  • ein Zahnersatz zu hoch ist

  • sich ein Randspalt gebildet hat

Wann sollte man zeitnah zum Zahnarzt?

Eine Untersuchung ist besonders wichtig bei:

  • anhaltendem Schmerz

  • spontanen Schmerzen

  • nächtlichen Beschwerden

  • Schwellung

  • Schmerzen beim Kauen

  • sichtbarem Loch oder Riss

  • gelockerter Füllung oder Krone

  • Zahnfleischblutung

  • Eiter oder schlechtem Geschmack

  • Fieber

  • Beschwerden an nur einem bestimmten Zahn

  • zunehmender Schmerzintensität

Zahnschmerzen können zahlreiche Ursachen haben und sollten behandelt werden, bevor sich das zugrunde liegende Problem verschlimmert.

Was verursacht empfindliche Zähne?

1. Zahnfleischrückgang und freiliegende Wurzeln

Wenn sich das Zahnfleisch zurückzieht, liegt ein Teil der Zahnwurzel frei.

Die Wurzel besitzt keinen dicken Zahnschmelzmantel. Sie wird von einer dünneren Zementschicht geschützt, die leichter verloren gehen kann.

Mögliche Ursachen des Zahnfleischrückgangs sind:

  • Parodontitis

  • falsche Putztechnik

  • dünner Zahnfleischtyp

  • Fehlstellung von Zähnen

  • kieferorthopädische Faktoren

  • traumatische Belastung

  • natürliche Alterungsprozesse

Zurückgegangenes Zahnfleisch wächst durch sanfteres Putzen normalerweise nicht von selbst wieder nach.

2. Säurebedingter Zahnschmelzverlust

Dentale Erosion ist der chemische Verlust von Zahnsubstanz durch Säuren, ohne dass Bakterien die direkte Ursache sind.

Mögliche Säurequellen sind:

  • Softdrinks

  • Energydrinks

  • Zitrusfrüchte

  • Fruchtsäfte

  • Wein

  • Essigprodukte

  • häufiges saureres Naschen

  • Magensäure bei Reflux

  • häufiges Erbrechen

Fortschreitende Erosion kann Dentin freilegen und Empfindlichkeit verursachen. Auch Magensäure kann bei gastroösophagealem Reflux die Zähne schädigen.

3. Aggressives oder falsches Zähneputzen

Eine harte Zahnbürste oder hoher Druck kann insbesondere am Zahnfleischrand problematisch sein.

Wichtiger als kräftiges Schrubben sind:

  • weiche Borsten

  • kontrollierter Druck

  • geeignete Putztechnik

  • fluoridhaltige Zahnpasta

  • systematische Reinigung

Normales Putzen mit weicher Bürste und wenig abrasiver Fluoridzahnpasta gilt nicht als wahrscheinliche Ursache einer erosiven Schmelzschädigung.

4. Stark abrasive Zahnpasten

Manche Whitening-Zahnpasten entfernen oberflächliche Verfärbungen durch abrasive Bestandteile.

Bei freiliegenden Wurzeln, Erosion oder bereits empfindlichen Zähnen kann eine stark abrasive Zahnpasta ungeeignet sein.

Patienten sollten nicht davon ausgehen, dass stärkeres Polieren automatisch zu gesünderen oder weißeren Zähnen führt.

5. Zähneknirschen und Pressen

Bruxismus kann zu Folgendem führen:

  • abgenutzten Kauflächen

  • Rissen

  • beschädigten Füllungen

  • überlasteten Zähnen

  • Empfindlichkeit

  • Kiefermuskelbeschwerden

Der NHS nennt abgenutzte oder beschädigte Zähne und erhöhte Empfindlichkeit als mögliche Folgen des Zähneknirschens. Eine individuell angepasste Schiene kann in geeigneten Fällen empfohlen werden.

6. Karies

Karies kann Empfindlichkeit auf:

  • Kälte

  • Wärme

  • Süßes

  • Berührung

verursachen.

Eine Sensitiv-Zahnpasta behandelt den kariösen Defekt nicht.

7. Risse und defekte Restaurationen

Feine Risse, abgebrochene Zahnteile oder alte Füllungen können Reize zum Zahnnerv weiterleiten.

Besonders verdächtig sind Beschwerden beim Kauen.

8. Zahnfleischerkrankungen

Parodontitis kann zum Abbau des Zahnhalteapparates und zum Rückgang des Zahnfleisches führen.

Zurückweichendes Zahnfleisch und freiliegende Wurzeln gehören zu möglichen Zeichen einer Zahnfleischerkrankung.

9. Bleaching

Peroxidbasierte Zahnaufhellung kann vorübergehend zu Empfindlichkeit führen.

Der NHS nennt Kälte- und Süßempfindlichkeit als mögliche Nebenwirkung professioneller Zahnaufhellung.

Das bedeutet nicht automatisch, dass der Zahn dauerhaft geschädigt wurde.

Die Konzentration, Kontaktzeit und individuelle Ausgangssituation müssen jedoch berücksichtigt werden.

Empfindlichkeit nach einer Zahnbehandlung

Nach einer professionellen Zahnreinigung

Nach der Entfernung harter Beläge können bisher bedeckte Wurzeloberflächen vorübergehend empfindlicher reagieren.

Die Beschwerden können sich bessern, wenn:

  • das Zahnfleisch abheilt

  • die häusliche Pflege angepasst wird

  • eine Sensitiv-Zahnpasta verwendet wird

  • professionelle Desensibilisierung erfolgt

Starke oder anhaltende Beschwerden sollten kontrolliert werden.

Nach einer Füllung

Vorübergehende Empfindlichkeit kann nach einer tiefen Füllung auftreten.

Eine Kontrolle ist erforderlich, wenn:

  • der Schmerz zunimmt

  • er lange anhält

  • der Zahn beim Kauen schmerzt

  • der Biss zu hoch erscheint

  • spontane Schmerzen entstehen

Nach einer Krone

Ein präparierter Zahn kann kurzfristig auf Temperatur reagieren.

Schmerzen beim Zubeißen können auch durch einen zu hohen Kontakt verursacht werden.

Bereits sehr kleine Störungen im Biss können eine Überbelastung verursachen.

Nach einer Zahnaufhellung

Empfindlichkeit während oder nach dem Bleaching ist häufig vorübergehend.

Mögliche Maßnahmen sind:

  • Anpassung der Anwendungshäufigkeit

  • kürzere Tragezeit

  • desensibilisierende Zahnpasta

  • professionelles Fluoridprodukt

  • vorübergehende Behandlungspause

Die Anpassung sollte mit dem Zahnarzt abgestimmt werden.

Während einer kieferorthopädischen Behandlung

Bewegung von Zähnen kann zu Druckgefühl oder vorübergehender Empfindlichkeit führen.

Ein klarer Schmerz auf Kälte oder Süßes sollte dennoch nicht automatisch auf die Zahnbewegung zurückgeführt werden.

Schwangerschaft und Zahnempfindlichkeit

Hormonelle Veränderungen können das Zahnfleisch während der Schwangerschaft anfälliger für Entzündungen machen.

Übelkeit und Erbrechen können zudem zu häufigem Kontakt mit Magensäure führen.

Empfindlichkeit ist jedoch kein zuverlässiges Schwangerschaftszeichen und sollte nicht ohne Untersuchung allein hormonellen Veränderungen zugeschrieben werden.

Wie diagnostiziert der Zahnarzt empfindliche Zähne?

Die Diagnose der Dentinhypersensibilität erfolgt nach Ausschluss anderer Ursachen.

Die Untersuchung kann umfassen:

  • genaue Beschreibung der Auslöser

  • Dauer des Schmerzes

  • klinische Untersuchung

  • Luft- oder Kältereiz

  • Kontrolle auf Karies

  • Prüfung alter Füllungen

  • Bisskontrolle

  • Klopftest

  • Vitalitätstest

  • Röntgen

  • Beurteilung des Zahnfleisches

  • Suche nach Rissen

  • Untersuchung von Erosion und Abrasion

Klinische Empfehlungen zur Untersuchung von Dentinhypersensibilität betonen, dass konkurrierende Erkrankungen und Defekte ausgeschlossen werden müssen.

Welche Zahnpasta hilft bei empfindlichen Zähnen?

Sensitiv-Zahnpasten können Wirkstoffe enthalten, die:

  • Nervenreize reduzieren

  • Dentintubuli verschließen

  • Dentinoberflächen remineralisieren

  • Fluorid bereitstellen

Mögliche Inhaltsstoffe sind:

  • Kaliumnitrat

  • Zinnfluorid

  • Arginin

  • Calcium-Natrium-Phosphosilikat

  • andere tubulusverschließende Wirkstoffe

Systematische Übersichtsarbeiten zeigen, dass verschiedene desensibilisierende Zahnpasten die Beschwerden reduzieren können. Die Wirkung und Qualität der Evidenz unterscheiden sich jedoch zwischen den Formulierungen.

Eine Sensitiv-Zahnpasta sollte meist über mehrere Wochen regelmäßig verwendet werden.

Häufiges Wechseln zwischen Produkten kann die Beurteilung der Wirkung erschweren.

Wie verwendet man Sensitiv-Zahnpasta richtig?

  • zweimal täglich putzen

  • kleine Menge verwenden

  • nicht kräftig schrubben

  • nach dem Putzen nur ausspucken

  • nicht unmittelbar stark mit Wasser nachspülen

  • bei Bedarf eine kleine Menge lokal auf die empfindliche Stelle auftragen, sofern das Produkt dafür vorgesehen ist

  • mehrere Wochen konsequent anwenden

Eine Zahnpasta sollte niemals dazu dienen, zunehmende Schmerzen über Monate zu überdecken.

Professionelle Behandlungsmöglichkeiten

Die Behandlung richtet sich nach der Ursache.

Fluoridlacke und remineralisierende Produkte

Professionell aufgetragene Fluoridprodukte können:

  • die Zahnoberfläche stärken

  • die Remineralisation unterstützen

  • offene Tubuli teilweise verschließen

  • Beschwerden reduzieren

Professionelle Desensibilisierungsmittel

In der Praxis können Präparate verwendet werden, die Dentintubuli chemisch oder mechanisch verschließen.

Dazu gehören je nach Indikation:

  • Glutaraldehyd-haltige Mittel

  • spezielle Bondingsysteme

  • Oxalate

  • Fluoridprodukte

  • calcium- oder phosphathaltige Wirkstoffe

Eine aktuelle ADA-Zusammenfassung berichtet über langfristige Schmerzreduktion unter anderem durch Glutaraldehyd und bestimmte Laseranwendungen, weist aber zugleich auf unterschiedliche Ergebnisse zwischen den Verfahren hin.

Komposit-Bonding

Bei keilförmigen Defekten oder größerem Substanzverlust kann ein zahnfarbenes Komposit die freiliegende Fläche abdecken.

Bonding kann:

  • Reize blockieren

  • die Zahnform wiederherstellen

  • den Defekt vor weiterer Belastung schützen

Es behandelt jedoch nicht automatisch die Ursache der Überlastung oder des Zahnfleischrückgangs.

Behandlung von Karies oder defekten Füllungen

Liegt Karies oder eine undichte Füllung vor, muss der Defekt restaurativ behandelt werden.

Desensibilisierung allein reicht nicht aus.

Bisskorrektur

Ist eine neue Füllung oder Krone zu hoch, kann eine gezielte Korrektur des Kontakts erforderlich sein.

Behandlung von Bruxismus

Die Therapie kann umfassen:

  • individuelle Schiene

  • Kontrolle der Belastung

  • Behandlung beschädigter Zähne

  • Verhaltensstrategien

  • Bewertung von Schlaf- oder Stressfaktoren

Zahnfleischdeckung oder Bindegewebstransplantation

Bei ausgeprägter Rezession kann eine chirurgische Wurzeldeckung geprüft werden.

Eine systematische Auswertung, die von der European Federation of Periodontology zusammengefasst wurde, zeigte, dass ein erheblicher Anteil der behandelten Patienten nach Wurzeldeckung keine Dentinhypersensibilität mehr berichtete.

Nicht jede Rezession ist für eine vollständige Deckung geeignet.

Laserbehandlung

Bestimmte Laser können zur Desensibilisierung eingesetzt werden.

Die Wirkung hängt von:

  • Lasertyp

  • Energieeinstellung

  • Diagnose

  • Zahl der Anwendungen

  • Kombination mit anderen Wirkstoffen

ab.

Laserbehandlung ist keine universelle oder garantiert dauerhafte Lösung.

Wurzelkanalbehandlung

Eine Wurzelkanalbehandlung ist keine Standardtherapie für einfache Dentinhypersensibilität.

Sie kann notwendig werden, wenn eine irreversible Entzündung oder Schädigung des Zahnnervs diagnostiziert wird.

Kronen und Veneers

Kronen oder Veneers sollten nicht allein wegen einer kleinen empfindlichen Stelle eingesetzt werden.

Sie können in ausgewählten Fällen sinnvoll sein, wenn gleichzeitig ein erheblicher struktureller Defekt, eine starke Erosion oder Fraktur vorliegt.

Da diese Behandlungen einen irreversiblen Eingriff darstellen können, sollten konservativere Möglichkeiten zuerst geprüft werden.

Helfen Hausmittel?

Im Internet werden häufig empfohlen:

  • Salzwasser

  • Honig

  • Kurkuma

  • Vanille

  • Wasserstoffperoxid

  • Capsaicin

  • Kräuterprodukte

Für viele dieser Hausmittel fehlt eine verlässliche klinische Evidenz zur Behandlung der eigentlichen Dentinhypersensibilität.

Einige Substanzen können außerdem:

  • Zahnfleisch reizen

  • Schleimhäute schädigen

  • Säure enthalten

  • eine notwendige Diagnose verzögern

  • Wechselwirkungen verursachen

Sinnvollere erste Maßnahmen sind:

  • Sensitiv-Zahnpasta

  • weiche Zahnbürste

  • sanfte Putztechnik

  • Reduktion häufiger Säurekontakte

  • zahnärztliche Untersuchung

Wie kann man empfindliche Zähne verhindern?

Weiche Zahnbürste verwenden

Eine weiche Bürste kann Plaque entfernen, ohne unnötigen mechanischen Druck auszuüben.

Druck reduzieren

Elektrische Zahnbürsten mit Druckkontrolle können für manche Patienten hilfreich sein.

Fluoridzahnpasta verwenden

Fluorid unterstützt die Widerstandsfähigkeit der Zahnoberfläche.

Säurekontakte reduzieren

Nicht nur die Gesamtmenge, sondern auch die Häufigkeit saurer Getränke ist wichtig.

Säurehaltige Getränke sollten möglichst:

  • nicht über Stunden verteilt getrunken

  • nicht lange im Mund gehalten

  • nicht als tägliche Dauergewohnheit konsumiert

werden.

Nach Säurekontakt nicht sofort putzen

Nach stark sauren Speisen, Getränken oder Erbrechen kann zunächst mit Wasser gespült werden.

Mit dem Putzen sollte gewartet werden, damit die vorübergehend weichere Oberfläche nicht zusätzlich belastet wird.

Reflux und häufiges Erbrechen abklären

Wiederkehrender Kontakt mit Magensäure sollte medizinisch untersucht werden.

Bruxismus behandeln

Knirschschäden sollten früh erkannt werden, bevor umfangreicher Substanzverlust entsteht.

Zahnfleischgesundheit erhalten

Tägliche Plaquekontrolle und regelmäßige professionelle Betreuung sind für die langfristige Stabilität des Zahnfleisches entscheidend.

Empfindliche Zähne bei DentisLife

Bei DentisLife in Ankara wird Zahnempfindlichkeit nicht ausschließlich anhand des Symptoms behandelt.

Zunächst wird untersucht, ob die Beschwerden tatsächlich durch freiliegendes Dentin entstehen oder ob eine andere Ursache vorliegt.

Die Diagnostik kann je nach Fall umfassen:

  • klinische Untersuchung

  • Kälte- oder Lufttest

  • Karieskontrolle

  • Bissprüfung

  • Untersuchung alter Füllungen und Kronen

  • Zahnfleischmessung

  • Beurteilung freiliegender Wurzeln

  • Röntgen bei Indikation

  • Analyse von Abrasion und Erosion

  • Prüfung auf Bruxismus

  • Suche nach Rissen oder Frakturen

Anschließend wird die Behandlung an die Ursache angepasst.

Mögliche Maßnahmen sind:

  • Sensitiv-Zahnpasta und Pflegeanleitung

  • Fluoridlack

  • professionelle Desensibilisierung

  • Kompositabdeckung

  • Korrektur einer Füllung oder Krone

  • Parodontalbehandlung

  • chirurgische Wurzeldeckung

  • Bruxismusschiene

  • restaurative Behandlung bei größerem Defekt

DentisLife verfügt über das Zertifikat für internationalen Gesundheitstourismus und ist offiziell zur Behandlung internationaler Patienten in der Türkei autorisiert.

Auch bei scheinbar einfachen Beschwerden ist dies für internationale Patienten relevant, weil die Behandlung nachvollziehbar dokumentiert und bei Bedarf mit weiterführender restaurativer, parodontaler oder endodontischer Versorgung koordiniert werden kann.

Ziel ist nicht, den Schmerz nur kurzfristig zu blockieren, sondern seine Ursache zu erkennen und weitere Schädigung der Zahnsubstanz oder des Zahnfleisches möglichst zu verhindern.

Häufig gestellte Fragen

Sind empfindliche Zähne immer ein Zeichen für Karies?

Nein.

Freiliegendes Dentin, Zahnfleischrückgang, Erosion, Bruxismus und Bleaching können ebenfalls Empfindlichkeit verursachen.

Karies muss jedoch ausgeschlossen werden.

Können empfindliche Zähne wieder normal werden?

Vorübergehende Empfindlichkeit kann vollständig abklingen.

Bei dauerhaft freiliegendem Dentin kann eine regelmäßige Behandlung und Pflege erforderlich sein.

Wie schnell wirkt Sensitiv-Zahnpasta?

Manche Produkte können relativ schnell Linderung bringen. Häufig ist jedoch eine konsequente Anwendung über mehrere Wochen erforderlich.

Sollte ich bei empfindlichen Zähnen auf kalte Lebensmittel verzichten?

Vorübergehend kann das Beschwerden reduzieren.

Die langfristige Lösung besteht aber darin, die Ursache zu erkennen und zu behandeln.

Können empfindliche Zähne gebleicht werden?

Möglicherweise, aber erst nach Untersuchung.

Die Bleaching-Methode und Häufigkeit müssen gegebenenfalls angepasst werden.

Warum schmerzt mein Zahn nur beim Zubeißen?

Schmerz beim Zubeißen kann auf einen Riss, eine hohe Füllung, Entzündung oder andere Belastungsprobleme hinweisen und sollte untersucht werden.

Kann Schwangerschaft empfindliche Zähne verursachen?

Schwangerschaft kann Zahnfleischentzündungen und Säurebelastung begünstigen. Zahnempfindlichkeit ist jedoch kein zuverlässiges Schwangerschaftssymptom.

Sind empfindliche Zähne erblich?

Genetische Faktoren können Zahnstruktur und Zahnfleischtyp beeinflussen. Ernährung, Mundhygiene, Säuren und Bruxismus spielen jedoch meist ebenfalls eine wichtige Rolle.

Hilft eine Mundspülung?

Bestimmte desensibilisierende Mundspüllösungen können ergänzend helfen. Sie ersetzen jedoch weder Zahnpasta noch Diagnose und Behandlung.

Muss ein empfindlicher Zahn wurzelbehandelt werden?

Bei einfacher Dentinhypersensibilität normalerweise nicht.

Eine Wurzelkanalbehandlung kommt nur infrage, wenn der Zahnnerv irreversibel geschädigt oder entzündet ist.

Zusammenfassung

Empfindliche Zähne entstehen häufig, wenn Dentin durch Zahnschmelzverlust oder Zahnfleischrückgang freigelegt wird.

Typisch ist ein kurzer, stechender Schmerz bei Kälte, Süßem, Säure, Luft oder Berührung.

Nicht jeder ähnliche Schmerz ist jedoch Dentinhypersensibilität.

Karies, Risse, defekte Restaurationen, Fehlbelastungen und Entzündungen des Zahnnervs können vergleichbare Beschwerden verursachen.

Die Behandlung kann je nach Ursache von Sensitiv-Zahnpasta und Fluoridlack bis zu Bonding, Parodontalbehandlung, Wurzeldeckung oder restaurativen Maßnahmen reichen.

Anhaltende, spontane, nächtliche oder kauabhängige Schmerzen sollten nicht nur zu Hause behandelt werden. Eine genaue Diagnose ist der wichtigste Schritt zu einer langfristig sinnvollen Lösung.